Ulfas Grundschule von Schließung bedroht??
Bild: Foto Schaufenster
Wie viele wissen, wurde erst 2006 der neue Anbau unserer Grundschule
eingeweiht, der den Wetteraukreis 670.000 EUR und die Stadt Nidda 100.000 EUR
plus Sachwerte (die alte Schule) kostete. Damit sollte der Bestand der
Grundschule LANGFRISTIG gesichert werden, doch dies stellte sich jetzt als
unwahr heraus. Schon 2001 wurde eine Schließung der Schule in Etappen vom
Wetteraukreis in Erwägung gezogen, die dann durch den Anbau verworfen wurde.
Doch nun soll der neue Schulanbau und die dabei verbauten Steuergelder auf
einmal kein Argument mehr sein!!!
Im Detail ...
Am Dienstag, dem 10.02.2009 wurden Elternbeiräte, Lehrer und Schulkonferenz zu einer Krisensitzung in die Ulfaer Grundschule eingeladen. Thema der Sitzung war die drohende Schließung der hiesigen Grundschule. Es wurde uns von Schulentwicklungsplaner Herr Molz mitgeteilt, dass die Grundschule nicht die erforderlichen Schülerzahlen aufweist und dies in den nächsten fünf Jahren auch nicht der Fall sei, deshalb sei der Schulstandort Ulfa in Frage gestellt.
Diesem Treffen war eine Woche zuvor eine Regionalkonferenz in Friedberg vorausgegangen, an der alle Schulleiter und Bürgermeister der betroffenen Kommumem über den Sachstand informiert wurden. Schuldezernent Betschel-Pflügel hat den Aufrag den Schulentwicklungsplan für den Wetteraukreis fortzuschreiben und Schulstandorte zu überprüfen. Er hat hierfür ein demokratisches Verfahren gewählt, in den er versucht Schulen und Verantwortliche miteinzubeziehen und selber Lösungsvorschläge für den Erhalt ihrer Schule auszuarbeiten. Diese sogenannte "Stellungnahme" mußte bis 13. März abgegeben werden. Dadurch ergab sich ein nur relativ kleines Zeitfenster von 4 Wochen, um Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
Nun tickte die Zeit.....
Die Öffentlichkeit wurde über die Presse von Elternbeirat und Förderverein
informiert, Ideen wurden entwickelt. Eine, war das Sammeln von Unterschriften
für den Erhalt der Grundschule Ulfa. In knapp zwei Wochen wurden über 800
Unterschriften von den Schulkindern und einigen engagierten Eltern gesammelt.
Bild: Unterschriftensammlung
Dann wurde Kontakt zum Hessischen Rundfunk aufgenommen, der am Rosenmontag, dem 23.02.09 mit einem Kamerateam zum Drehen in die Grundschule kam. Hier die Reportage aus der Hessenschau, für alle, die sie noch nicht gesehen haben:
Gut eine Woche später, am 02.03.09 meldete sich Radio FFH bei uns an und interviewte Eltern und Kinder des Dorfes. Die Beiträge wurden dann am 04.03.09 über den ganzen Tag verteilt bei FFH gesendet.
Informationsabend "Zukunft der Ulfaer Grundschule"
Am Abend des 04.03.2009 fand ein Informationsabend zur "Zukunft der Ulfaer Grundschule" statt. Er wurde von Elternbeirat und Förderverein in Kooperation mit dem Ortsbeirat Ulfa durchgeführt. Hierzu fanden sich einige Politiker aus Kommunalpolitik, Kreis-und Landtag, sowie Herr Schuldezernent Betschel-Pflügel und Berater Herr Molz, sowie über 200 interessierte Bürger aus Ulfa ein. Der Abend gliederte sich in zwei Teile. Im ersten Teil wurde mit einer Präsentation die Schule und Schulgemeinde vorgestellt, dann folgten Informationen über den Schulentwicklungsplan und Schülerzahlen.Im zweiten Teil wurde der Beitrag der Hessenschau gezeigt und die Sammlung von Lösungsvorschlägen für den Erhalt der örtlichen Grundschule eröffnet. Hierbei beteiligten sich anwesende Politiker sowie Bürger, so dass zum Abschluss des Abends einige Lösungsideen zusammengetragen werden konnten.Zur Verabschiedung wurden dem Schuldezernenten die Unterschriftensammlung der Schulkinder sowie gesammelte Stellungnahmen der örtlichen Vereine zum Erhalt der Grundschule übergeben.
Bild: Infoabend
Am 13. März 2009 trafen sich dann im Ev. Gemeindehaus Wenings Vertreterinnen und Vertreter von fünf Dorfschulen des Wetteraukreises, deren Zukunft derzeit noch ungewiss ist. Insgesamt waren 26 Frauen und Männer aus Höchst, Ober-Lais, Stammheim, Ulfa und Wenings gekommen: Vertreter/innen der Elternbeiräte, der Fördervereine und weitere Interessierte. Nach einem regen Austausch und gegenseitiger Information über den jeweiligen Sachstand beschlossen die Anwesenden, ein "Netzwerk kleiner Dorfschulen" zu gründen, um gemeinsam für den Erhalt der kleineren Dorfschulen einzutreten.
Nun ist derzeit erst einmal Warten angesagt. Die Stellungnahmen werden
gesichtet und ausgewertet, Lösungsvorschläge werden vom Schuldezernenten und
seinem Beraterteam geprüft. Dann geht es weiter durch den Kreisausschuss
(etwa im April),dann gibt es einen Entwurf des Schulentwicklungsplanes, der
an die Kommunen zur Stellungnahme geht (etwa im Mai) und dann etwa im
Oktober/November stimmt der Kreistag dazu ab. Dann geht es weiter ans
Kultusministerium, der einen Beschluss fasst, der Februar/März 2010 zu
erwarten sein könnte.
Bild: Übergabe Unterschriftenlisten und Vereinsstellungnahmen